Stadtilmer Bahnen

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Mit neuem Viadukt

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STADTILM. (TA) Der Freundeskreis Stadtilmer Spielzeugbahnen ging auch zu Ostern seinem "rollenden Hobby" nach. Mitglieder trafen sich und Neugierige waren zum 2. Tag der offenen Tür eingeladen.

Das leise Geräusch, mit dem die Züge ihre Runden drehen, muss ihnen wie Musik in den Ohren klingen. 35 Mitglieder - vorwiegend gestandene Männer mit einem Faible für die kleinen Bahnen - haben sich inzwischen im Freundeskreis zusammengefunden.

Seit dem 1. Tag der offenen Tür im November 2008 ist in den Vereinsräumen in der Weimarischen Straße einiges passiert. Allein an der Anlage der Spur 0 habe man über 400 Stunden gearbeitet, erklärte Vereinsvorsitzender Hubert Wittrodt. Die vielen Stunden der Bastelei zu Hause nicht eingerechnet. Entstanden ist zum Beispiel ein neues Stellwerk, außerdem wurde das Viadukt nachgebaut.

Stadtilms Bürgermeister Joachim Günsel nutzte das Mitgliedertreffen, um einen Scheck über 1000 Euro aus dem Fonds zur Vereinsförderung zu übergeben. Er wünschte dem Freundeskreis, dass er noch mehr Menschen für die Bewahrung Stadtilmer Industriegeschichte gewinnen kann.

Bürgermeister Günsel überreichte im Beisein des Vorsitzenden des Stadtilmer Kultur- und Sozialausschusses, Holger Aumann (Bild re.) und Stadtrat Gerald Streisel (Bild li.) unserem Vorsitzenden einen Fördermittelbescheid der Stadt Stadtilm in Höhe von 1.000 EURO
Etliche Einwohner haben dem Verein inzwischen Funde aus Kellern und Dachböden zur Verfügung gestellt. "Wir können auch aus scheinbar unbrauchbarem Zubehör noch etwas machen", ermuntert der Vereinschef mögliche Spender, die Sachen nicht wegzuwerfen. Karfreitag wurde zum Beispiel eine Lampe abgegeben - wie die Eisenbahnen von der Firma Liebmann in Stadtilm hergestellt. Der Verein sammelt alles, was mit der Geschichte der Firma zu tun hat. Wobei die in den 50er und 60er Jahren produzierten Spielzeugbahnen natürlich im Mittelpunkt stehen.

Die Fördergelder der Stadt kann der Verein gut gebrauchen, weil Zubehör teuer ist. So kostet ein Stellmotor für Weichen 25 Euro, wurde als nur ein Beispiel genannt.

Unter all den Liebmann-Loks und Waggons der Spur 0 rollte am Freitag erstmals ein "Exot" - eine lilafarbene Zeuke-Lok. Nachgebaut von Michael Voigt aus Pulsnitz. Er ist ein großer Fan der in Berlin-Köpenick gefertigten Bahnen, für die teilweise baugleiche Teile wie bei Liebmann verwendet wurden. "Ich habe die noch nie auf einer Steigung gesehen", freute sich Voigt, der auch dem Stadtilmer Freundeskreis angehört, über das gelungene Experiment.

Quelle Text Thüringer Allgemeine vom 14.04.2009 Antje KÖHLER / Foto Freundeskreis

 

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